Nach acht Jahren Überlegungszeit habe ich mich 2019 für einer Brust Vergrößerung entschieden:

In diesem Blogbeitrag erzähle ich alles über meine Erfahrung, meine Gefühle, meine Bedenken und meine derzeitige Situation mit dem neuen Körpergefühl.

Der Weg zum Entschluss:

Ja, es hat wirklich lange gedauert, bis ich mich getraut habe! Schon mit 20 Jahren waren meine ersten Selbstzweifel was meine Brüste angeht in meinem Kopf manifestiert. Genetisch war ich nicht unbedingt mit einem großen Volumen gesegnet und war immer schon sehr zierlich gebaut. Gedanken wie: „Im Schwimmbad schauen bestimmt alle auf meine nicht vorhandenen Brüste“ oder „Ich trage einfach immer einen doppel Pusch up BH dann fällt es nicht so auf“ haben meine Jahre geprägt und ich habe mich bei dem Blick in den Spiegel einfach nicht wohl gefühlt, da mir weder die Form noch die Größe meiner Brust gefallen hat. Richtig weiblich habe ich mich nur dann gefühlt, wenn ich komplett dick gefütterte Push Up Bhs unter der Kleidung getragen habe, um ein halbwegs gefülltes Dekolltee zu bekommen. Diese innere Unsicherheit habe ich aber sehr gut überspielt und mir nie vor Freunden anmerken lassen, trotzdem hat sie jahrelang an mir ganz langsam immer und immer mehr genagt. Acht Jahre habe ich mir selbst eingeredet was man sich nunmal von rundherum einreden lässt wie: DU MUSST DICH SELBST SO LIEBEN WIE DU BIST , Nimm dich so an und AKZEPTIERE DICH SO WIE DU BIST. Genau diese Sätze habe ich mir immer wieder verinnerlicht und eingeredet und mir selbst ausgeredet, dass ich etwas an meinem Körper verändern lassen möchte.

Heute weiß ich, SELBSTLIEBE hat absolut nichts damit zu tun ob man sich für eine Schönheitsoperation entscheidet oder nicht!

Dieses ständige sich selbst einreden „ich muss meinen Körper so akzeptieren und lieben wie er ist“ hat mich acht Jahre lang davon abgehalten mir diesen insgeheimen Traum zu erfüllen. Ich habe mir so gewünscht, Tops ohne BH anzuziehen, rückenfreie Kleider tragen zu können, in Bikinis ohne dicken Push up und in Oberteilen mit Ausschnitt feminin und sexy auszusehen und mich dann auch so zu fühlen.

2019 hatte ich es satt:

2019 war für mich generell ein sehr rebellierendes Jahr was meine Persönlichkeit angeht, ich habe stark an mir gearbeitet und enorm an Stärke und Zielstrebigkeit dazu gewonnen und eine starke Selbstsicherheit erlangt. Man könnte fast meinen ich wusste endlich was ich genau will und hatte keine Scheu mehr davor es mir auch zu ermöglichen. Ich habe mich nicht mehr verunsichern lassen von anderen Meinungen und habe eingesehen, dass es das aller wichtigste ist wie ICH ZU MIR SELBST STEHE und nicht wie andere über mich denken.

Aus diesem Grund der Entschluss zur lang erträumten Operation!

Meine Arzt Wahl:

Dr.Handl kenne ich schon seit zirka 2 Jahren davor, da ich bei ihm jedes halbe Jahr meine Lippen mit Hyaluron zum Volumenaufbau behandeln lasse und immer wunschlos happy war mit dem Ergebnis. Als ich bei einem Termin im Juni 2019 in seiner Ordination meinen Wunsch einer Brust OP äußerte, hat er mir schon beim aller ersten Gespräch darüber, jegliche Angst genommen und mir alles detailliert erklärt. Da ich einige fertige „Ergebnisse“ von Dr. Handls Brust Operationen kenne und diese mich extrem überzeugt haben, habe ich weitere Beratungstermine bei ihm ausgemacht. Die drei weiteren Termine mit ihm beinhalteten Abmessungen der Brust, Besprechung der Möglichkeiten und ganz genaue Erklärung meines Wunsch Ergebnisses sowie die gemeinsame Auswahl der möglichen Implantate. Entschieden habe ich mich für runde Implantate, da ich ja unbedingt ein volles Dekolltee und eher eine „stehende, runde“ Form wollte. Tropfenform kam für mich nicht in Frage, da mein Brustvolumen sowieso schon sehr weit im unteren Bereich lag und ich genau das anders haben wollte. Die Größe haben wir zwischen 280cc und 330cc vorerst festgelegt (dies entscheidet Dr.Handl dann während der Op, wenn er die verschiedenen Größen live testet). Mein Wunsch war von B Körbchen auf C/D Körbchen zu kommen und nie mehr Push ups tragen zu müssen 😊. Operationsmethode wollte ich unbedingt unter dem Brustmuskel (will später noch Stillen können) und Schnitt in der Brustumschlagfalte, da es bei meinen Voraussetzungen so später kaum sichtbar sein würde.

Ich habe ihn ALLE ERDENKLICH MÖGLICHEN Fragen zur Operation, zur Nachsorge und zu etwaigen Komplikationen gestellt und er hat mir alles so genau erklärt, dass er oft da saß und mir einiges aufgezeichnet hat, damit ich es auch ganz bestimmt verstehe. Diese offene und fürsorgliche Art hat mir dann das letzte Vertrauen gegeben, um bei ihm die Operation durch zu führen. Operationstag war der 05.November – bis dahin hatte ich also noch fünf volle Monate!

Die Monate vor der OP:

Ich kann auch gar nicht sagen wie intensiv ich diese fünf Monate Wartezeit auf die OP erlebt habe^^. Ich hatte so viele Gedanken im Kopf die mich total hin und hergerissen haben. Einerseits habe ich mich unendlich gefreut darauf und andererseits war da die Ungewissheit und Angst im Spiel. Angst etwas zu machen, das ich später vielleicht bereuen würde. Nachts hatte ich ständig Träume von der Operation, so reale, dass ich oft aufgewacht bin und nicht wusste ob die Operation schon war oder erst ist. Einmal war der Traum total positiv und ich bin mit einem Lächeln aufgewacht und einmal war der Traum ganz fürchterlich und ich bin schreiend und weinend aufgewacht. Meine Emotionen haben komplett verrückt gespielt- ist ja nunmal eine lebensverändernde Entscheidung die ich da traf. Von der Entscheidung zur OP habe ich nur zwei engen Freunden erzählt und das war mir auch wichtig, da ich mich von niemandem beeinflussen oder abhalten lassen wollte. Es meiner Familie zu erzählen kam für mich nicht in Frage, da ich so Angst hatte, dass mich die Reaktion wieder davon abbringen könnte und ich mit einem schlechten Gefühl zur OP ginge. Es war nunmal meine Entscheidung, mein Körper, mein Leben und da hatte keiner mit zu bestimmen.

Dann war es soweit: die Nacht vor dem OP Tag – kurz gesagt ich konnte natürlich keine Sekunde schlafen vor Aufregung, aber das war ja wohl klar !

Die Operation:

Um 10 Uhr vormittags war mein Termin in der Aesthetic Clinic im 13. Bezirk. Kurz bevors los ging, hat mich die Narkose Ärztin noch ein paar check up Fragen gefragt und Dr. Handl mich mit einem Stift bemalt ^^ und schon lag ich im Op Saal und die Narkose Nadel war im Arm.

Ich bin mit einem Lächeln und wunderschönen Gedanken (hab mir Strand und Urlaub vorgestellt) eingeschlafen und als ich aufwachte war ich im Bett und meine beste Freundin saß neben mir und hat meine Hand gehalten. Die Operation hat bisschen über eine Stunde gedauert und ist komplett komplikationsfrei abgelaufen. Ein paar lustige „nach der Narkose“ Momente wurden mir noch erzählt an die ich mich natürlich null erinnern kann (zb. Bin ich einfach aufgestanden und los gegangen und wollte heim, bis mich die Assistentin abgefangen hat und gemeint hat ich muss mich sofort wieder hinlegen – habe ich natürlich nicht gecheckt und bin kurz darauf wieder aufgestanden^^).

Und DANN ließ die Narkose nach, das Anästhetikum im Muskel nach und der erste Schmerz trat ein. Ich hatte eine Verbands Corsage um den Brustkorb und konnte die Brüste noch gar nicht sehen da sie komplett verpackt waren. Die Corsage muss sehr eng sein, damit die Implantate auf der richtigen Position fixiert sind für die ersten 24 Stunden. Nach 2 Schmerz Infusionen durfte ich dann am selben Tag um 17 Uhr heim und sollte am nächsten Tag gleich zur Kontrolle wieder kommen.

Die erste Nacht war mit Abstand das Unangenehmste an dieser gesamten Operation, denn ich konnte mich selbständig kaum bewegen (meine Freundin musste mir immer vom Liegen aufhelfen zum Sitzen) und ich hatte bei jeder kleinsten Ansteuerung des Brustmuskels ziemliche Schmerzen. Die Schmerzen würde ich von einer Skala (0-10) auf zirka 8 setzen. Dafür kam die Erleichterung sehr schnell, da mir gleich in der Früh am nächsten Morgen die Bandage abgenommen wurde und ich meinen Stütz BH bekam.

DER MOMENT ALS ICH MICH VERLIEBTE:

Am 06.11. um 9 Uhr morgens durfte ich sie das erste Mal sehen (zwar im Liegen und noch geschwollen und schmerzend ABER das hat alles verändert)! Mir sind Träne nach Träne die Wange runter geflossen und ich konnte mein Glück kaum glauben. Ab dem Zeitpunkt, kann ich euch ehrlich gesagt nicht mal mehr sagen OB ich Schmerzen hatte, da meine Glücksgefühle die Schmerzen komplett vergessen ließen – ich glaube das ist so ein Geburtsphänomen, wo man dann vor Freude und Erleichterung die Schmerzen vergisst ^^. Sie waren PERFEKT, perfekte Größe, perfekte Form, perfektes Körpergefühl. Ich glaube Dr. Handl hat noch nie so viele „Danke“ hintereinander gehört wie an dem Tag 😊

Die Zeit nach der OP:

Sechs Wochen war der Stütz BH mit Stuttgarter Gürtel (so heißt das Teil das von oben die Implantate etwas runter drückt damit sie in Position rutschen) mein täglicher Begleiter. 24 Stunden Tragezeit (nur kurz fürs Duschen runter) und ich habe mich ganz brav dran gehalten um das bestmöglichste Ergebnis zu erhalten, da diese Zeit sehr wesentlich für die korrekte Heilung und für das Einwachsen der Implantate ist. Kontrollen für die Narben wurden alle 3 bis 6 Tage in der Ordination gemacht. Die Heilung verlief komplett komplikationsfrei und schnell. Schon nach 5 Tagen habe ich wieder Auto fahren können und nach zwei Wochen habe ich mit leichtem Training für die Beine begonnen. Das mit Abstand schwierigste in diesen sechs Wochen war das am Rücken schlafen für mich, da ich Bauch und Seitenschläferin bin – aber glaubt mir, auch an sowas gewöhnt man sich tatsächlich und mittlerweile kann ich es echt ganz gut.

Nach sechs Wochen, durfte ich dann wieder sogut wie alles machen (außer Rennen oder Hüpfen) und habe wieder normal trainiert, am Bauch geschlafen und bin in die Sauna und Schwimmen gegangen 😊

Heute – mehr als happy:

Genau heute sind es zwei Monate nach der OP und ich liebe nicht nur meine körperliche Veränderung zu mehr Weiblichkeit, sondern auch das innere Gefühl das es mir gegeben hat und in mir tag täglich aufs Neue auslöst! Diese Gefühle würde ich beschreiben als: Selbstsicherheit, riesen Freude, Sexiness, perfekt anfühlendes Körperbewusstsein, Stolz (es endlich durchgezogen zu haben) und SELBSTLIEBE ! Ja Selbstliebe ist in meinen Augen nicht der Zwang sich so lieben zu müssen wie man geboren wurde und der Zwar sich so akzeptieren zu müssen, sondern die Liebe mit dem neuen Körpergefühl sich endlich so zu fühlen wie man es sich schon immer gewünscht hat. Es gibt bei diesem Thema bestimmt sehr viele Gegenstimmen die behaupten, dass solche Operationen unnötig sind und einem vom heutigen Schönheitsbild (Instagram a la Kim K. und Instamodels) eingetrichtert werden und nichts mit Selbstliebe zu tun hätten, aber so soll es sein. Ich kann nur eins sagen: so sehr wohl gefühlt wie jetzt habe ich mich noch nie in meinem Körper, es hat mich zu einem rundum zufrieden, ausgeglichenen und selbstsicheren Menschen gemacht und ich liebe dieses Gefühl- Das ist für mich die Selbstliebe die ich mir immer erhofft habe.

FAKTEN zur OP:

  • Kosten: 6.900 Euro (ja ich habe lang gespart haha)
  • Implantatform rund mit hohem Profil
  • Implantatgröße 300cc
  • Operation UVBM (unter dem Brustmuskel)
  • Schnitt ist in Brustumschlagfalte unterhalb der Brust
  • Marke ARION

Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen – falls noch Fragen aufgetaucht sind oder andere Interessen dazu, dann melde dich gerne per privater Nachricht auf meinem Instagram Account bei mir!

Xoxo deine Verena-Katrien